Seit einigen Monaten gehe ich nicht nur achtsamer durch das Jahr, sondern schaue auch anders auf die vor mir liegenden Monate und Zyklen: Weniger als Zielsetzung („Was will ich erreichen?“) und mehr hinsichtlich meines Wirkens („Wer möchte ich werden?“, „Was ist jetzt wichtig?“)
Normalerweise mache ich das privat für mich, aber vor Kurzem hatte ich den Wunsch, „uns alle“ einzubeziehen. Deshalb habe ich mich hingesetzt und speziell um Gedanken gebeten, die für diejenigen wichtig sind, die das hier lesen.
Folgendes kam dabei heraus:
🪻 Setze deinen Fokus bewusst
Im Januar war die Energie bei vielen von uns eher mittelmäßig. Im Februar mit mehr Sonne steigt auch die Energie wieder bei vielen. Manchmal sogar so stark, dass du gleich losspringen und Ideen umsetzen möchtest.
Aber es ist noch immer Winter. Wenn du jetzt Samen aussäst, können sie noch nicht tief wurzeln.
Vermeide impulsive Sprünge. Wähle mit Bedacht aus, worauf du dich fokussierst und gehe das dann an.
🫂 Tu, was dir gut tut – z. B. eine Umarmung
Einige Menschen, mit denen ich spreche, haben das Gefühl, verlassen und überfordert zu sein. Zu viele Anfragen von anderen, zu wenig Möglichkeiten für inneren Rückzug.
Dabei ist es wichtig, deine Batterien aufzuladen, wenn du nicht willst, dass irgendwann die Lichter bei dir ausgehen.
Gegen das Gefühl von Einsamkeit, innerer Zerstreuung und Hoffnungslosigkeit hilft es, ganz bewusst Dinge zu tun, die dich stärken: Lachen ist ein gutes Mittel, um gute Laune zu bekommen, also schmeiß mal wieder eine Komödie an oder suche im Internet nach lustigen Videos (ich persönlich liebe z.B. die Texte und Bücher von Marc-Uwe Kling).
Triff dich mit Menschen, die dir gut tun, auch wenn du gerade keine Lust dazu hast. Eine einfache Umarmung kann bereits eine große Last von deinen Schultern nehmen.
Verbringe Zeit in der Natur, wenn das möglich ist. Streichle ein Tier, sprich mit ihm und lasse dich trösten.
Trinke genug, verzichte auf Bildschirmzeiten, lies ein Buch und versuche, ausreichend zu schlafen. Wenn abends der Kopf nicht abschalten will, erzwinge es nicht. Stehe auf, schreibe alles nieder und versuche es noch einmal.
🎯 Weniger ist mehr
Der Februar steht unter dem Motto „Mehr Einschnitte wagen“. Das heißt, es wäre gut, nicht überall Terminen zuzusagen und immer für alle da zu sein, sondern bewusst auszuwählen, wohin deine Energie gehen soll.
Statt dein neues Buch zu plotten, das alte zu überarbeiten und eine Kurzgeschichte zu schreiben, konzentriere dich lieber auf eines dieser Projekte.
Wäge ab, welche Kontakte, Termine, Aufgaben etc. dir gut tun, welche du für andere machst und wo du dich deiner eigenen Grenze näherst.
Es ist okay, Grenzen zu kommunizieren! Niemand darf erwarten, dass du dich für die Erwartungen anderer selbst aufgibst. Ich sage das auch ausdrücklich für alle jungen Eltern und pflegende Angehörige: Wahre deine Grenze und bitte um Unterstützung (Tipp: dir stehen unzählige Engel zur Verfügung, die dich mehr als gern unterstützen und dir Kraft geben, wenn du sie darum bittest …)
💖 Keine Kompromisse bei Herzensdingen
Wenn dir etwas am Herzen liegt, bewahre es. Im Februar kommt es vielleicht vermehrt zu Diskussionen um das, was dir wichtig ist („Immer bist du nur am schreiben!“). Auch wenn Kompromisse grundsätzlich wichtig sind, ist es im Februar angeraten, für die Dinge, die dir wirklich am Herzen liegen, selbstbewusst einzutreten.
✨ Gib deiner Intuition Raum
Die letzten Wochen des Winters kannst du nutzen, um dich mit deinem Innenleben zu beschäftigen. Was ist dir eigentlich wirklich wichtig (siehe voriger Punkt)?
Wovon hättest du gerne mehr in deinem Leben, wovon weniger?
Wie wäre das möglich?
Versuche mal, im Alltag noch mehr auf diese leise innere Stimme zu hören, die dir Impulse geben will.
Du könntest damit starten, deine eigene Intuition mal zu befragen, was du im Februar tun solltest. Nimm dir dafür ein paar Minuten Zeit, atme einige Male ruhig und tief und lege deine Hände auf Herz und Bauch. Warte ab, bis du innerlich still geworden bist.
Dann frage leise oder in deinem Kopf: „Was ist in diesem Monat für mich und mein Leben wichtig?“ (oder alternativ: Was ist für meine Seele wichtig? Oder: Was soll ich in diesem Monat lernen?)
Höre in dich hinein. Deine Intuition erkennst du an einem Gefühl, einer Gewissheit oder einem plötzlichen Gedanken, der immer gutmeinend ist.
Achtung: Folge deiner Intuition nicht total blind, sondern beziehe den Verstand mit ein. Wenn du zu große Angst vor der Sache hast, die dir vorgeschlagen wurde, dann ist jetzt vielleicht noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Behalte es im Hinterkopf und bitte um einen anderen Weg für jetzt.