Was tut man, wenn man eine verrückte Idee hat? Richtig, man setzt sie um. Oder probiert es wenigstens. So ergeht es auch mir mit meiner Idee, jeden Monat echte Post zu verschicken und die Balance zu finden zwischen „das soll richtig toll werden!“ und „ich glaube, ich brenne aus“.
Kontext: Worum geht es bei diesem Briefabo (aka Snailmail)?
Also: Ich bin Autorin. Ich habe ADHS, möglicherweise in Kombination mit einem sanften Autismus. Statistisch gesehen bin ich 3 mal anfälliger für Sucht als neurotypische Leute, was sich bei mir insbesondere bei Social Media bemerkbar macht.
Ich bin schnell begeistert und merke nicht, wenn ich mich übernehme.
Da mir meine mentale Gesundheit wichtig ist und ich gerne ein sehr kreatives, freies Leben führen will, setze ich alles daran, mein Leben aktiv und mit Intention zu gestalten. Dazu gehört auch „digital detox“, also bewusster Verzicht auf Digitales.
Und als ich mich mal wieder mit diesem Thema beschäftigte ( = ich scrollte gedankenlos auf Instagram), wurde mir ein Mann angezeigt, der monatlich kurze Geschichten aus seiner Fantasywelt verschickt.
In echt. Per Brief. Weltweit. Im Englischen sagt man „Snailmail“ dazu (dt Schneckenpost).
Ich war hooked.
Prompt wollte ich das auch machen. Wie toll ist es bitte, jeden Monat einen schön gestalteten Brief zu bekommen?!
Die Challenge also: Ich probiere aus, ob ich ein solches Angebot langfristig realisieren kann.
Dazu entwickelte ich einen Plan: 50 Plätze zum Testen, 4 Monate garantiert (aber nur 3 müssen bezahlt werden).
In jeder Sendung sollen folgende Dinge enthalten sein:
- ein handgeschriebener Brief (einmal geschrieben, dann vervielfältigt für alle)
- eine Kurzgeschichte (ca. 15 A5-Seiten)
- reflektierende Fragen, die das Thema der Geschichte vertiefen
- eine Postkarte
Heute ist der 23. Juli. Bis zum Versand am 31. August sind es noch 39 Tage.
Das ist der aktuelle Stand der Dinge
Was ich schon geschafft habe:
✅ Postkarte entworfen und drucken lassen
✅ Anmeldeseite erstellt und veröffentlicht
✅ Geschichte geschrieben und überarbeitet
✅ Falsche Briefumschläge bestellt
✅ Richtige Briefumschläge bestellt
✅ Flyer für das „Arcana“ entworfen und drucken lassen
✅ Impulskarte mit Fragen entworfen und drucken lassen
✅ Geschichte als Probedruck in Auftrag gegeben – Fail!
Was jetzt noch ansteht:
⭕️ Geschichte neu formatieren und neue Probedruck anfordern
⭕️ Die letzten 25 Plätze füllen
⭕️ Septembersendung vorbereiten
⭕️ Oktobersendung planen
Ich bin zufrieden mit dem, was ich schon geschafft habe!
Fail der Woche:

Ich habe fälschlicherweise Doppeldruckbögen zum Setzen meiner Geschichte gewählt, also das Ganze gleich wie angelegt, wie ich ein Buch anlegen würde. Das war aber falsch, weil ich es nämlich als Broschüre drucken lasse und die in diesem Fall mit fortlaufenden PDF-Seiten gedruckt wird.
Also: Neue Datei anlegen, Einzelseiten einstellen und das Ganze nochmal setzen und wieder probedrucken lassen.
Dafür stimmt der Rest:

Und worum geht es in der ersten Geschichte?
Das verrate ich dir in wenigen Tagen 😬 Folge mir bei Insta oder trage dich in meinen Newsletter ein, um darüber informiert zu werden.